Bergtouren

 

Seit 1995 unternehme ich gerne Bergtouren und Skitouren. Meine Lieblingsziele sind dabei die 
Dreitausender der Schweiz. An zweiter Priorität stehen Transmedialaterale (damit meine ich die
Seitentäler auf der Alpensüdseite auf mittlerer Höhe). Vereinzelt wage ich mich auch an einen
Viertausender ran. Passfahrten per Velo mit oder ohne Strasse sind mir auch eine Freude.
 

 Ich interessiere mich vor allem für 
 diese 5 Regionen der Schweiz:
 
   O  Berner Alpen
   O  Walliser Alpen
   O  Tessiner Dreitausender
   O  Transmedialaterale
    O  Engadin
Einige Touren möchte ich gerne weiterempfehlen, da ich schönes erlebt habe, 
auf Gipfeln und Routen, die so gut wie unbekannt sind:
 

 
 
Mont Gelé

Ursprünglich wollte ich nur das Fenêtre du 
Durand (2797 m) mit dem Velo überqueren, 
obwohl man über den Pass vom Wallis nach 
Italien das Velo tragen muss, lohnt sich die 
Fahrt das Val de Bagne hinauf und ins 
Valpelline hinunter. Unterwegs bot sich die 
Besteigung des Mont Gelé (3518 m) von der 
italienischen Seite an. Trotz seiner Höhe ist 
er gut allein und mit einfacher Ausrüstung 
erklimmbar. Die Aussicht und die 
unberührte Natur ist hingegen phänomenal. 
Als Supplement bietet sich auch die 
Besteigung des Mont Avril gegenüber an. 
Zur Übernachtung empfehle ich die Cabane 
de Chanrion, von welcher aus auch diese 
Foto gemacht wurde.
 
Region: Walliser Alpen / Typ: 
Wanderung+Velo

 

Barrhorn

Vermutlich ist das Äussere 
Barrhorn der höchste Berg in der 
Schweiz, der schneefrei und ohne 
Klettern begehbar ist. Von der 
Turtmannhütte führt ein steiniger 
Weg auf das Schöllijoch, wo sich ein 
Abstecher auf das Schöllihorn 
lohnt. Dann kann man der Krete 
folgen und erreicht über das 
Innerer Barrhorn den flachen 
Gipfel des Äusseren Barrhorns auf 
3610 m.ü.M. Am Rande des 
Mattertals hat man wunderbare 
Aussicht auf die Viertausender von 
Zermatt, und die Berner Alpen; 
dem Mischabel steht man vis-à-vis 
und dem Weisshorn vor der Nase. 
 
Region: Walliser Alpen / Typ: 
Wanderung

Äusseres und Inneres Barrhorn

 

Pointe de 
Darbonneire

Eine Skitour, die hoch hinauf geht, 
ohne mit Gletscherspalten in 
Berührung zu kommen und auch 
nirgends steiler als 30 Grad ist, ist 
der Aufstieg von Satarma 
(1840m) im Val d'Arolla auf die 
Pointe de Darbonneire (3427m). 
Unterwegs befindet sich die 
Cabane des Aiguilles Rouges. Auf 
dem pyramidenformigen Gipfel 
bietet sich eine nette Fernsicht 
an. Alternative Gipfel sind die 
Pointe de Vouasson (3490) und 
der Mont de l'Etoile (3370),zu 
welchen aber entweder ein 
flacher Gletscher überquert, oder 
steile Felspassagen aufgestiegen 
werden muss.
 
Region: Walliser Alpen / Typ: 
Skitour

Aiguilles Rouges und Val des Dix
von der Pointe de Darbonneire
gesehen

 

Simelihorn

Sowohl im Winter als auch im 
Sommer bietet das Simelihorn 
einen relativ Flachen und einfachen 
Aufstieg an. Auf sichere Weise 
kommt man so schnell auf 3124 
m.ü.M. Allerdings beginnt der 
Aufstieg in Saas Balen (1483m). 
Das Mattwaldhorn stellt die noch 
etwas grössere Alternative gleich 
neben an dar. Schon vier Mal war 
ich auf einer Skitour zum 
Mattwaldhorn unterwegs, 
scheiterte aber jedesmal wegen 
Nebel, zu wenig Schnee oder zu 
starkem Schneefall. Aber auch als 
Wanderung kann ich das 
Mattwaldhorn oder das Simelihorn 
als Abstecher vom Saaser 
Höhenweg ab Siwiboden 
empfehlen.
Region: Walliser Alpen / Typ: 
Skitour

Simelihorn und Mattwaldhorn
im Herbst

 

Kleines 
Furkahorn

Wer es sich einfach machen will, 
kann warten bis die 
Furkapassstrasse im Frühling 
öffnet, dann verringert sich der 
Aufstieg aufs kleine Furkahorn auf 
600 m. Im Hochwinter ist der 
Aufstieg von Realp aber auch 
lohnenswert; wenn man der 
verschneiten Strasse folgt, hat 
man ein Trassee mit optimaler 
Steigungsverteilung und folgt den 
lawinenarmen Hängen. Am 
schönsten ist aber schon der 
oberste Abschnitt. Von den 3026 
m.ü.M. des Gipfels sieht man gut 
ins Wallis, aufs Finsteraarhorn und 
gegen Osten. Der Rhonegletscher 
liegt einem zu Füssen.
 
Region: Gotthard Gebiet / Typ: 
Skitour

Rhonegletscher vom 
kleinen Furkahorn gesehen

 

Piz Surparé

Von Bivio aus hat man schon eine gute 
Starthöhe (1769 m.ü.M.). Der Aufstieg zum 
Piz Surparé ist auch nie steiler als 30 Grad. 
Somit zeigt sich dieser Dreitausender günstig, 
wenn es mit der Kondition oder mit der 
Lawinensituation nicht ganz optimal ist (ab 
„Erheblich“ rate ich dennoch ab). Die Route 
zum Gipfel auf 3078 m.ü.M. ist 
abwechslungsreich. Man kann sogar den 
untersten Teil einsparen, wenn man den 
ersten Skilift in Bivio nimmt und ins obere 
Valletta da Beiva traversiert. Ebenfalls kann 
man in Juf starten und den Stallerberg 
überqueren.
 
Region: Graubünden, nahe Engadin/ Typ: 
Skitour

Aufstieg zum Piz Surparé

 

Piz Davo Lais

Das Val Fenga ist schon politisch 
ein Spezialfall: Es gehört zur 
Schweiz, ist aber per Strasse nur 
von Österreich erreichbar (wohin 
auch die Gewässer fliessen), und 
das einzige Gebäude ist eine Hütte 
des Deutschen Alpen-Vereins. Der 
obere Teil des Tals ist aber ein 
wunderschönes Hochland von dem 
aus lockere Dreitausender 
bestiegen werden können. Zum 
Beispiel der Piz Davo Lais auf 
3027 m.ü.M. Als alternativer 
Aufstieg oder Abstieg liegt das 
Val Sinistra, auf der Engadin-
Seite.
Region: Engadin / Typ: 
Wanderung

Val Fenga

 

Masnan

Man achte sich, wenn man in Biasca durchfährt, 
auf die Felsen auf der Ostseite. Verschiedene 
abenteuerliche Wanderwege kämpfen sich dort 
hinauf. Die Couloirs und Gräte neigen sich einem
scharfen Gipfel zu, dem Masnan. Auch mit nur 
2505 m.ü.M. zählt er zu den Gipfeln, bei denen 
er Aufstieg zum limitierenden Faktor werden 
kann, da man auf 300 m.ü.M. starten muss. Mir 
ist der Gipfel des Masnan bis jetzt vorenthalten 
geblieben, aber ich habe schon sein Reich 
erkundet. Wild und ungebrochen sind die Wälder 
an seinen Flanken und spannend ist deren 
Erkundung
 
Region: Transmedialaterale / Typ: Wanderung

Wasserfall oberhalb Biasca

 

Pizzo Coca

In einem Seitental der Maggiatals 
versteckt liegt der ästhetische Pizzo 
Coca. Wie seine Höhe (2222 m.ü.M.) ist 
auch seine Form von Symmetrien 
geprägt. Am Auffälligsten sind die zwei 
Seen im Norden und Osten. Steht man 
auf dem Gipfel, fühlt man sich wie auf 
der Spitze einer grossen Nase während 
einem die zwei Augen (Seen) 
anschauen.
Der Aufstieg beginnt in Giumaglio. Man 
kann durch das Val Coglio aufsteigen 
und durch das Valle die Giumaglio 
absteigen.
 
Region: Transmedialaterale /
Typ: Wandern

Die zwei Augen

 

Pizzo d'Eus

Es gibt ein Seitental im 
Verzascatal, das sich in weitere 
drei Täler aufspaltet: das Val 
Agro, das Val Pincascia und das 
Val Carecchio. In der Mitte dieser 
steilen und naturbelassenen 
Tälchen erhebt sich ein Berg, der 
Pizzo d'Eus. Noch schöner als der 
Berg, aber genauso aufwendig zu 
erreichen, ist die Alp Eus, welche 
auf einem grasgrünen Sattel 
liegt; einer Parabel gleich. Der 
Aufstieg vom Val Pincascia her ist 
nur mit Mühe zu finden; der Weg 
ist im Begriff von der Natur 
zurück erobert zu werden. Etwas 
zivilisierter, aber furchtbar steil, 
ist der Weg von Rodana her.
Region: Transmedialaterale / 
Typ: Wanderung

 

Eus

 

Passo del Naret

Ich schätze Pässe, die man mit 
dem Velo einigermassen simpel 
überqueren kann, über die es 
aber keine Strasse hat, so dass 
man dem Verkehr entrinnen 
kann. Ein Prototyp dieser 
Kategorie ist der Passo del Naret 
(2438 m.ü.M.). Von Airolo kann 
man der Nufenenpassstrasse bis 
Ossasco folgen, dann ist die 
Alpstrasse bis 1800m fahrbar. 
Wegen einer Geröllhalde muss 
man das Velo auf den Pass hinauf 
tragen, aber unweit der Passhöhe 
beginnt schon die asphaltierte 
Strasse vom Stausee. Danach 
wird man mit einer 2000m-
Abfahrt bis nach Locarno belohnt.
Region: Transmedialaterale / 
Typ: Velowandern

 

Passo di Crastum
 
Der Passo di Crastum ist einer von vielen 
Übergängen von der Leventina ins Bleniotal. 
Er ist besonders gut für das Velowandern 
geeignet, weil man nur wenig Höhendifferenz 
ohne Strasse überwinden muss. Am besten 
startet man in Faido und fährt über Rossura 
nach Monte Angone (dawischen ein Stück Velo 
tragen). Auf der Ostseite kann man ab 1860 
m.ü.M. bereits wieder fahren und zwar bis 
nach Biasca (300 m.ü.M.) hinunter. Vorsicht: 
Im Mai kann es noch relativ viel Schnee 
haben!
 
Region: Transmedialaterale 
Typ: Velowandern

Kurz vor dem Passo di

Crastum

 

Abenteuerlichere Touren

 

Val Grande

 

Das Val Grande bezeichne ich als mein 
Lieblingstal. Es ist das grösste
unberührte Wildnisgebiet im Alpenraum. 
Die wilde Vegetation der Alpensüdseite 
macht das steile und verzweigte 
Talsystem zu einer noch grösseren 
Herausforderung. Von der Mitte des 
Talkessels benötigt man einen Tag um 
zur Zivilisation zurückzukehren. Die 
Königsetappe ist aber die Durchquerung 
der Hauptschlucht. 
 
zu genaueren Val-Grande-Touren
 
Region: Transmedialaterale / Typ: Trekking

 

Piz Corbet

Zwischen dem Misox und Italien ist er der 
südlichste Dreitausender. Es ist aber der 
unwegsame, steile und abenteuerliche 
Aufstieg von Mesocco, der diesem Gipfel ein 
besonderes Flair verleiht. Ab 1250 m.ü.M ist 
man ohne Wanderweg durch Gestrüpp und 
Schotterfelden unterwegs. Es ist jedoch nie 
zu steil und es versperren keine Felsbänder 
den Weg, wenn man auf der richtigen Route 
unterwegs ist. Für Auf- und Abstieg sind 
besser 3 Tage einplanen.
 
zum genaueren Piz-Corbet-Bericht
 
Region: Transmedialaterale / Typ: Trekking

Das Tal, welches man heraufkommt

 

Mont Blanc
ab Le Fayet

Der Mont Blanc gehört zwar nicht 
zur den Gipfeln, die selten 
bestiegen oder wenig bekannt 
sind, doch es gibt eine 
Aufstiegsvariante, die dennoch 
ihren Reiz hat. Der Mont Blanc ist 
nicht nur der höchste Berg 
Europas, es liegt auch unmittelbar 
an seinem Fuss der Talboden 
verhälnismässig tief. Man kann 
nämlich, wenn man am Bahnhof 
St.Gervais Le Fayet startet, von 
583 m.ü.M. ohne Gegensteigung 
konstant auf 4807 m.ü.M. 
aufsteigen. Ab Nid d'Aigle hat man 
leider hunderte von Bergsteigern 
in Begleitung, dafür stehen auch 
viel Hütten bereit. Der Aufstieg 
kann in zwei bis drei Tagen 
durchgezogen werden. 
Region: Franzöische Alpen / 
Typ: Hochtour

Gletscher auf 3800 m.ü.M.
und französische Voralpen

 

Chukhung Ri

Im Himalaya sind zur Zeit zwei Gipfel unter 
den Trekkinggängern sehr populär: Gokyo, 
etwas über 5400 m, mit Aussicht auf vier 
Gletscherseen und Kala Pattar, 5554 m 
über dem Everest-Basecamp mit naher 
Sicht auf den höchsten Berg der Welt. Auf 
diese beiden drängen sich aber Unmengen 
von internationalen Wanderern; wer es 
gemütlicher haben will, dem empfehle ich 
den Chukhung Ri. Dieser Gipfel liegt 
Luftlinie 9 km vom Mount Everest entfernt 
(genau wie der Kala Pattar), ist aber 5559 
m hoch. Den Everest-Gipfel kann man 
leider nicht sehen, dafür steht man vor der 
sagenhaften Wand von Nuptse und Lhoste.
Die Südwand des vierthöchsten Berges der 
Welt (Lhotse) fällt über 3200 m tief ab und 
verschafft einen Eindruck, der auf dem 
Kala Pattar nicht entstehen kann. Die 
Strecke, die über 5000 m gelaufen wird, ist 
kurz. Von Namche Basar kann man in zwei 
Tagen die Alp Chukhunk (4753 m.ü.M.) in 
zwei Tagen erreichen, von da sind es nur 
noch drei Stunden Aufstieg auf den 
Chukhung Ri.
 
Region: Himalaya / Typ: Trekking

Chukung Ri mit Steinmann

Lhotse und Nuptse

mit ihren Wänden

 

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