Monopoly-Brettspiel für Blinde

 

 

Damit auch blinde Personen, wie zum Beispiel meine Frau, beim Gesellschaftsspiel „Monopoly“ relativ selbstständig und aktiv mitspielen können, haben wir eine Spezialversion der Hardware, die es für das Spiel braucht, selbst gebaut.

Als Monopoly-Spielbrett setzte ich eine faltbare Kartonplatte ein. Auf diese zeichnete ich mit einer aufgeleimten Schnur die 40 Felder vor. Die Felder mit ihren Ortschaften, Chance- und Kanzlei-Hinweisen, Bahnen, und anderen Zusatzfeldern wurden in Schwarzschrift und in Braille angeschrieben, ebenfalls ihr Kaufpreis. Bei jedem erwerbbaren Feld hat es eine Halterung für die Häuser. Die Halterung ist ein Kartonstreifen mit Löchern, die Häuser sind Zahnstocherspitzen (Ein Hotel sind 5 Häuser). Wird ein Haus auf einem Feld gebaut, steckt man eine Zahnstocherspitze in die Halterung; so werden die Häuser nicht verschoben, wenn ein Blinder sie zählt. Für die Chance- und Kanzlei-Kärtchen hat es angeschriebene Halterungen auf dem Spielbrett.

 

Die Chance- und Kanzlei-Kärtchen sind nicht gleich gross. Sie sind nur in Schwarzschrift angeschrieben, denn wenn sie jemand zieht, wird der Text sowieso öffentlich vorgelesen. Die Kärtchen der Felder, die erwerbbar sind, enthalten den Namen und die Preise für Besuche bei 1-4 Häusern und 1 Hotel in Schwarzschrift und in Braille. Das Spielgeld besteht aus folgendem Material: 10’000-er Note aus Karton, 2000-er Note aus Kärtchen (grosses Format), 1000-er Noten aus Kärtchen (kleines Format), 500-er Noten aus normalem Papier, 100-er Noten aus Luftpostpapier (grosses Format), 20-er Noten aus Luftpostpapier (kleines Format). Der Würfel ist gross und hat eingeprägte Augenzahlen (tastbar). Jeder Spieler verwendet eine ganz andere Spielfigur.

 

Spielregeln: Es gelten die üblichen Monopoly-Spielregeln.

 

 

zurück zu den Spielen

home