Gefahren-Kennzeichen

 

Bevor Sie mit Chemikalien zu arbeiten beginnen, schauen Sie die Gefahren-Kennzeichen auf der Flasche oder auf http://de.wikipedia.org nach.

 

Geben Sie die Gefahren-Kennzeichen (in Worten)

im Protokoll bei allen Edukten des Experiments an.

 

 

Bedeutung der Gefahren-Kennzeichen:

Ätzend                      Solche Stoffe zerstören lebendes Gewebe (Säuren mit pH < 2 oder Laugen

mit pH > 11,5), lösen Materialien auf. Beson­dere Schädigung in den Augen.

Giftig                          kann durch Einatmen, Verschlucken oder durch Haut­aufnahme akute oder

chro­nische Gesundheitsschäden ver­ur­sachen oder zum Tode führen.

Gesundheitsgefährdend  „Mindergiftig“. Schädigt in kleineren Mengen die Gesundheit kurz-

oder langfristig. In grösseren Mengen entsprechen sie einem Gift.

Reizend                    Führt bei Kontakt mit der Haut zu Reizungen.

Umweltschädlich   Stoffe, die Klima, Tiere, Pflanzen oder Mikro­organismen stärker beein-

trächti­gen als sie auf Menschen direkt giftig wirken.

Leichtentzündlich  Damit sind Stoffe gemeint, die sich bei gewöhnlicher Temperatur

ent­zün­den oder mit Wasser eine ge­fähr­liche Men­ge ­ent­zünd­licher Gase bilden können.

Brandfördernd       sind in der Regel Stoffe, die selbst nicht brennbar sind, aber zusammen

mit brenn­baren Stoffen die Hef­tigkeit eines Bran­des beträcht­lich erhöhen können.

Explosiv                   Explosivstoffe können ohne Zufuhr von Sauerstoff in sehr kurzer Zeit

reagieren.

Gase unter Druck  Hier liegt die Gefahr nur in der Lage­rung. Falsche Handhabung

der Ge­fässe kann zu starken Kräften führen.

 

Experiment-Reihe Nr. 2  Gefahren-Kennzeichen

 

 

Giftig                                                            Bsp. eines giftigen Stoffs:

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Geben Sie das Eigelb eines Hühnereis in ein Becherglas, das Eiweiss wird bei einem anderen Versuch gebraucht. Geben Sie in das Becherglas zwei volle Pipetten Methanol.

 

Was beobachten Sie? ………...…………………………………..…………

Wie interpretieren/erklären Sie das? ………………………………………………………

 

 

Ätzend                                                         Bsp. eines ätzenden Stoffs:

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Sie brauchen eine flache Glasschale und ein wenig Eiweiss (kann mit dem Versuch „Giftig“ kombiniert werden). Verteilen sie das flüssige Eiweiss über die ganze Fläche der Schale (dünn auftragen). Streuen Sie dann ein paar (5-20) Körner Natriumhydroxid darüber und lassen sie es etwa 5 min lang wirken.  Spülen Sie dann das noch flüssige Eiweiss vorsichtig mit Wasser von der Schale ab und untersuchen sie das zurück­gebliebene Material.

Beschreiben Sie die Veränderung der Eiweisses: …………………………………….………………………...

Wie würde sich Natriumhydroxid im Blut auswirken?.......….…………………………..…………..…………

 

Reizend                                                        Bsp. eines reizenden Stoffs:

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Legen Sie ein paar abgerissene und zerknitterte Gräser in eine Porzellanschale, die halb voll mit Javelwasser gefüllt ist. Lassen Sie sie 15 min lang einwirken; Sie können unterdessen Versuche zu anderen Gefahrensymbolen durch­führen. Nach den 15 min waschen sie die Pflanzen und die Porzellanschale mit viel Wasser aus.

Wie veränderte das Javelwasser die Pflanzen? ….…….………………….…

………………………………………………………………………………………….

Ist die Wirkung von reizenden Stoffen schnell oder langsam? …………………

 

 

Umweltschädlich                                          Bsp. eines umweltschädlichen Stoffs:

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Vermischen Sie eine Pipette voll KMnO4–Lösung mit 100 ml Wasser in einem Becherglas. Einen halben Spatel Eisen(II)sulfat sollen Sie in 100 ml Wasser in einem anderen Becherglas auflösen. Weiter brauchen Sie zwei präparierte PET-Flaschen. Lassen Sie die Eisen­(II)sulfat-Lösung durch die eine Flasche ­laufen, die KMnO4–Lösung durch die andere Flasche. Fangen Sie die Sicker­flüs­sig­keiten in Becher­n auf.

 

 

 

Worin besteht der Unterschied der beiden durchgesickerten Lösungen? …………………

Was geschah mit dem KMnO4 in der Erde? …..………………………………….……….

 

 

 

 

 

Leichtentzündlich                                       Bsp. eines leichtentzündlichen Stoffs:

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Giessen Sie 1 cm hoch Wasser in die Metallwanne. Zünden Sie ein Kerzchen an und legen sie es in eine Ecke der Metallwanne. Pipettieren Sie ein wenig Hexan (2 cm hoch in der selbsthergestellten Pipette) und giessen sie es in die der Kerze entgegengesetzte Ecke der Metallwanne. Stoppen Sie die Zeit mit einer Uhr oder einem Natel vom Zeitpunkt des Eingiessens, bis zum Zeitpunkt der spontanen Entzündung. Achtung: Stichflamme!

                                                        Dauer: ………….

Wie ist es möglich, dass Hexan zu brennen beginnt, obwohl die Flamme ca. 40 cm davon entfernt ist?

…………………….……………………………………………………………………...……………………....

Weshalb hat das Wasser die Entzündung nicht verhindert?  ......…………….……………………………….…

 

 

Brandfördernd                                            Bsp. eines brandfördernden Stoffs:

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Formen Sie mit NaNO3 (einen halben Spatel voll) auf dem Korpus einen kleinen Haufen. Nehmen Sie den Gasbrenner in Betrieb und stellen Sie ihn auf die blaue Flamme ein. Testen Sie das Natriumnitrat auf Brennbarkeit, in dem Sie die blaue Flamme auf den Haufen richten. Legen Sie ein kleines Stück Anzündhilfe (Holzknäuel) auf den Korpus und zünden Sie es an. Wenn es gut brennt (nach ca. 2 min) streuen Sie einen halben Spatel voll

 

NaNO3 über den Brand. Brennbarkeit von NaNO3:  ………………...

Brennverhalten von NaNO3 auf Anzündhilfe:   ……......................

………………………………………………………………….….

 

Explosiv                                                      Bsp. eines explosiven Stoffs:

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Nehmen Sie einen Gasbrenner mit blauer Flamme in Betrieb und messen sie, wie hoch die Spitze der Flamme über dem Korpus kommt. Nehmen Sie ein Gramm Schwarzpulver und packen Sie es in ein Stück Alufolie (vorge­schnitten, 5 mal 5 cm) ein, so dass das Schwarz­pulver nur mit 1-2 Schichten Folie umwickelt ist, aber so gut wie möglich abgedichtet ist. Zwischen zwei Stativen ist ein Draht zu spannen, an den das Alu-Päckchen gehängt wer­den kann. Dabei soll das Päckchen ca. 5 cm höher liegen, als die Höhe der Flamme, die

 vorher gemessen wurde. Legen Sie das Senkblei an das Päckchen, so dass Sie mit Kreide den Ort auf dem Korpus markieren können, der genau unterhalb des Päckchens liegt. Stellen Sie nun am Gasbrenner wieder die gleiche Flamme ein, wie bei der Messung, schieben Sie den Gasbrenner exakt unter das Päckchen und nehmen Sie mindestens 3 m Abstand.

Weshalb konnte es sich entzünden, obwohl es gar nicht in der Flamme war?

…………………………………………………..……

 

Weshalb konnte das Schwarzpulver so schnell verbrennen, obwohl es (luftdicht) eingepackt war?

………………………………………………………………………………………………………………...…

 

 

 

 

 

Wenn möglich alle Experimente durchführen und dokumentieren.

 

Sie haben heute und das nächste Mal Zeit dafür.

 

Ein einzelnes Gefahren-Kennzeichen-Experiment als Übungsprotokoll genau beschreiben (freiwillig)

 

Im Protokoll sind zusätzlich folgende Fragen zu beantworten:

giftig: Was bedeteud „Gift“ überhaupt?

            Welche Stoffe gehören zu den giftigsten überhaupt (Giftart angeben)?

ätzend: Ist Natriumhydroxid eine Säure oder eine Base? Weshalb ist Natriumhydoxid ätzdend?  

reizend: Aus was besteht Javelwasser?   Wozu wird Javelwasser meistens eingesetzt?

umweltschädlich: Wozu wird Kaliumpermanganat meistens eingesetzt?

                               Weshalb ist es nach der Reaktion nicht mehr umweltschädlich?

leichtentzündlich: Weshalb hat sich das Hexan mit dem Wasser nicht vermischt? Welchen Sdp. hat Hexan?

brandfördernd: Welcher Teil des Natriumnitrats macht es brandfördern?

                            Ab welcher Temperatur kann Natriumnitrat so reagieren?

explosiv: Was ist das gefährliche an Explosionen? Wie wirkt Schwarzpulver (weshalb ist es explosiv)?