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Erfundene Eisenbahnlinien |
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Aus Spass und der Herausforderung wegen mag ich es, auf genauen Karten noch nicht bestehende Eisenbahnlinien zu entwerfen. Dabei berücksichtige ich nur die Einpassung ins Gelände, nicht die finanzielle
oder vernünftige Machbarkeit. |
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Die Idee, dass es eine spannende Herausforderung sei, wenn man
versucht Eisenbahnlinien auf einer Karte ins Gelände zu legen, erhielt ich
ursprünglich von Matthias Kipfer. Man kann sich
dabei verschiedene Schwierigkeitsstufen geben, indem man die Spurweite, die
maximale Steigung und den engsten Kurvenradius im voraus festlegt; auch die
Anzahl Brücken und die Gesamtlänge der Tunnels sollte auf ein Minimum
gebracht werden. Generell gilt es, die Eisenbahnlinie so zu legen, dass es
dem geringsten Aufwand gleichkommt, dass aber wichtige Ortschaften schnell
und effizient miteinander verbunden werden. Deshalb betrachte ich das Planen
von Eisenbahnlinien auf den Landeskarten 1:25'000 nicht nur als Spiel,
sondern auch als Verarbeitung der Vorstellung, dass das Netz der öffentlichen
Verkehrs in der Tat noch verbessert werden könnte. Ich bin mir aber bewusst,
dass die Umsetzung dieser Pläne generell nicht realistisch ist. Auf
Landrecht, Besitz und Natur- und Landschaftsschutz gehe ich normalerweise bei
der Planung nicht ein, sondern einzig auf das Gelände, somit sind die Planung
eh nicht ernst zu nehmen. Aber sie können als Entfaltungen
verkehrstechnischen Fortschrittswillen aufgefasst werden. Ich rate deshalb
allen, die das Kartenlesen üben wollen, mit dem Schienennetz nicht
vollständig zufrieden sind oder einfach eine geometrische Herausforderung
suchen, sich selbst einmal mit Bleistift und Geodreieck über eine Karte zu
setzen. Hier einige Beispiele speziell gelungener Problemlösungen: |
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Die Grimselbahn
Die drei
möglichen Grimselbahnen: Kehrenstrecke, Hochgeschwindigkeitsstrecke
und NEAT-Variante Mit der Aufgabe, den Grimselpass mit
einer 27‰-Normalspurbahn (im Sinne der Gotthardlinie) zu überwinden, begann
ich in Meiringen und durchquerte den Aareschluchtriegel mit einem 1,5 km langen Tunnel. Somit
konnten zentral Bahnhöfe in Willigen und Innertkirchen
entstehen. Nach Innertkirchen steigt die Linie mit
27‰ an, wobei zuerst eine Kehre mit 500 m Tunnel Richtung Nordwesten führt.
Die Überquerung der Aareschlucht mit einer sehr
kurzen Brücke ermöglicht eine 360° Schleife mit geringem Aufwand für einen
optimalen Höhengewinn. Die Linie nutzte dabei das Gadmental
für einen Kehrtunnel bei Nessental aus. Der
minimale Kurvenradius beträgt 300 m. Ausserhalb des
abgebildeten Kartenausschnitts führt die Linie an Guttannen vorbei bis zu Handegg auf 1350 m.ü.M. und
erreicht Oberwald nach einem Tunnel von 5,5 km. |
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Die Lavizzara-Bahn Eine
Eisenbahnlinie durch das Maggiatal darf aus meiner
Sicht nicht eine Sackgasse sein, wie die Schmalspurbahn, die bis 1967
existierte. Die erste Version einer |
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Eisenbahnlinie,
die ich durch das Maggiatal legte war eine
Normalspur-Regionalbahn, die von Locarno über Ponte Brolla,
Cordevio, Cevio, Bignasco, Peccia und Fusio nach Airolo führte.
Maximale Steigung: 50‰ Engster Kurvenradius: 300m Die Scheitelhöhe von 1390 m.ü.M. mit
einem Tunnel von nur 5,2 km zwischen dem Maggiatal
und der Leventina kann nur erreicht werden, wenn
der Sambuco-Stausee stillgelegt und entleert wird.
Der Tunnel würde vom jetztigen Seegrund auf 1390 m.ü.M. zur Schlucht der Calcascia
(zwischen Airolo und Piotta)
auf 1260 m.ü.M. führen. Das Herzstück der Strecke wäre jedoch die Höhenstufe bei Peccia. Ich schlage vor sie mit einer freien 360°-Kehre um das Dorf Peccia herum und einer Schlaufe nach Cortignelli
(Valle di Peccia) zu
überwinden. Dazu wären zwei 1-km-Tunnels, zwei kurze |
Die
Höhenstufe von Peccia mit der Freiluft-Kehre (der grössten der Welt) |
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Tunnels und eine gebogene, 650m lange, 80 m hohe Brücke für
über 300 m Höhendifferenz notwendig. In Kombination mit der Aare-Maggia-NEAT
(siehe unten) würde sich die Streckenführung im unteren Maggiatal
erübrigen; deshalb würde sich die Regionalbahn auf das Val Lavizzara beschränken. Folgende Bahnhöfe würden dabei im
Stundentakt bedient: Bignasco, Cavergno,
Brontallo-Maggia, Broglio,
Prato-Sornico, Peccia, Cortignelli, Mogno, Fusio, Sambuco, Fusio und Airolo Hinterrhein-Biasca |
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Eigentlich nur zum Spass entstand
die Normalspurbahn vom Hinterrheintal nach Biasca.
Mit 27‰ Steigung benötigte die Linie bereits vier Kehrtunnel vom oberen Val Madras bis Pontironetto, darauf
folgt der hübsche, im Kartenausschnitt gezeigte Abschnitt, mit vielen
Schleifen nach Biasca hinab. Ganz links im Kartenausschnitt sieht man einen Teil der Lukmanier-Strecke (IC-Linie) Die zirkelnden Kehren nach Pontironetto |
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Die Splügen-NEAT Ostorientierter
Kartenausschnitt zum Splügen-Basistunnel Anstatt die bestehenden Alpenbahnen
Lötschberg und Gotthard auszubauen, sieht meine
Planung eine neue Verbindung zwischen Deutschland und Italien durch den Splügen-Basistunnel (41 km) vor. Diese Flachbahn wäre für
die Schweiz viel billiger gewesen, und sie hätte den Transit-Güterverkehr
schnell und effizient durch die Alpen geschleust. |
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Die Aare-Maggia-NEAT Der Maggia-Abschnitt: Südportal, Maggiastrecke
und Lago-Maggiore-Brücke Die
reale NEAT baut nur den Alpenbereich aus, Anschlüsse bis Zürich und Lugano
werden teilweise umgesetzt. Der internationale alpenquerende
Verkehr fährt aber nicht nur von Zürich nach Lugano. Als schnellste und
radikalste Lösung schlage ich eine Route vor, die das nördliche Mitteleuropa
mit Italien von Basel nach Milano fast in Luftlinie miteinander verbindet.
Längster Tunnel wäre dabei Innertkirchen-Cavergno
(55 km). |
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Aargauer K-Bahn Ein
ganzes Netz von neuen Eisenbahnlinien für einen effizienten und koordinierten
Regionalverkehr
Ausschnitt aus dem Linienplan |
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