Geschichten mit Gott

 

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Geschichten mit Emotionen

Geschichten mit Gasthäusern

Philosophische Fragmente

 

Generell erlebe ich ja alle Geschichten in der Gegenwart von Gott. In vielen Geschichten, die in den anderen Kapiteln beschrieben sind, kommt auch eine unerwartete erfreuliche Wendung vor. Ich bin der Ansicht, dass Gott mich in allen meinen Wegen begleitet. Bei den folgenden Geschichten sehe ich das Wirken Gottes lediglich etwas mehr hervorgehoben, es sind aber ganz exemplarische herausgegriffene Situationen meines Lebens.

 

Die Wundertube (1995-1997)

 

Wenn es ums Materielle geht, da sind in der Bibel ja viele Wunder beschrieben. Darauf nahm ich Bezug, als ich auf einer Wanderung bei sonnigem Wetter unterwegs war. Schon bald wollte ich mir Sonnencrème einstreichen, denn wer meine Haut kennt, der weiss, dass es sie sehr schnell verbrennt. Lange drückte ich an der Tube herum, doch ich brachte keinen Tropfen Sonnencrème mehr heraus, denn die Tube war leer. Enttäuscht lief ich weiter, doch als ich den ersten Schneefeldern begegnete spürte ich richtig, wie mir die Strahlung zusetzte. Da nahm ich die Story von der Speisung der Fünftausend als Präzedenzfall und nahm die Sonnencrème nochmals hervor, denn wenn Gott aus zwei Fischen und fünf Broten über 5000 Leute ernähren kann, dann wird er auch aus einer zwei Jahre alten Sonnencrème-Tube noch etwas machen können. Siehe da, als ich die Tube nochmals ausdrückte, kam genau eine Ration heraus, die mich vor dem Sonnenbrand zu schützen vermochte. Wer nun meint, es haben sich halt die Reste in der Tube nochmals gesammelt, der soll wissen, dass ich dumm bin und auf der nächsten Wanderung immer noch die selbe Tube dabei hatte weil ich vergessen hatte eine neue zu kaufen. Auch dann reichte die Sonnencrème aus, und auch das übernächste Mal; so kam es, dass ich diese Tube noch zwei weitere Jahre benutzte. Das Verfalldatum war schon lange überschritten, als ich immer noch einwandfreie Sonnencrème bezog. Auch das angegebene Volumen von 70 ml war nicht möglich, weil ich mindestens 150 ml herausbekam. Erst als ich aus Zweifel eine neue Tube gekauft hatte, versiegte die alte.

 

Wegweisung (12.7.1995)

 

Ohne Karte gehe ich nie wandern, auch nie ohne Gott. Von Rasa aus, einem Tessiner Dörfchen, wo gerade ein Lager meiner Kirchgemeinde stattfand, konnte man gut auf die Alp Löda hinüber blicken; für mich ein Grund, dorthin zu gehen. Einen Weg gab es nur bis in den Wald untendran, dort bat ich Gott, dass er mich die Alp finden lassen soll und lief weiter. Irgend einmal hatte es mir etwas zu viele Felsen, und ich griff in die Hosentasche, um die Karte zu zücken. Zu meinem Entsetzen hatte ich die Karte verloren und musste umkehren um sie zu suchen; sie lag genau auf einer Spur, die in eine andere Richtung zeigte; die Spur führte direkt auf die Alp Löda.

 

Die Signatur (2.6.2000)              

 

Wenn ich eine detaillierte Karte aus den Alpen betrachte, kommt es mir vor wie ein Kunstwerk; der Künstler ist natürlich Gott, der die Landschaft erschaffen hat. Das Blatt 1:25‘000 „Mesocco“ ist auch so ein schönes; und wie es bei Künstlern Sitte ist, setzte bei dieser Karte Gott seine Unterschrift unten rechts hin. In der südöstlichsten Ecke des Kartenausschnittes befindet sich nämlich der Lago Croce, ein kleiner Bergsee in der Form eines Kreuzes. Auf einer Wanderung war ich mal auf der gegenüberliegenden Seite des Misox, also in der Südwestecke der Karte „Mesocco“ unterwegs. Da begegnete ich einem See, der aus der Perspektive die Form eines Herzes hatte. Kreuz und Herz stehen sich also gegenüber.

 

Stecken und Stab (19.1.1996)

 

Seit einigen Jahren lese ich jeden Morgen zwei ausgeloste Bibelverse aus dem Büchlein „Losungen“ und versuche dann den Tag durch herauszufinden, ob man es auch „Lösungen“ nennen könnte. Eines speziellen Morgens, an dem ich eines Vortrags wegen mit dem Veloanhänger zur Schule fahren wollte, stand der Spruch: „Dein Stecken und Stab trösten mich“. Schon lange hatte ich mich über die Bedeutung dieser Ausdrücke Gedanken gemacht. Auf dem flachen Schulweg löste sich plötzlich der Veloanhänger. Der Inhalt nahm zum Glück keinen Schaden, aber die Befestigungsschraube war abgebrochen, so dass ich die Verbindungsstange zwischen Velo und Anhänger nur hineinstossen konnte, aber nicht fixieren. Da sprach ich zu Gott, er solle mir doch seinen Stecken geben, fuhr ohne Schraube weiter und es hielt die restlichen 3 km; seither weiss ich, was der Stab des Herrn ist.

 

Schnelle Reaktion (26.4.1999)

 

Gott ist meistens sehr exakt, das fiel mir auch auf, als ich einmal in Basel aus der Unterführung kam und in den ex libris treten wollte, um eine CD zu kaufen. Dabei wurde ich von einem Bettler angesprochen. Eigentlich war das nicht eingeplant, aber es kam mir Matthäus Kapitel 25 Vers 40 in den Sinn, wo Jesus sagt, dass man ihm eine Wohltat tut, wenn man den Armen dieser Welt etwas gibt; also gab ich ihm zwei Franken. Darauf ging ich in den Laden, nahm die CD, schaute auf den Preis, ging zur Kasse und plötzlich kostete die CD zwei Franken weniger (die Aktion war nicht angeschrieben gewesen), ich nahm mir dann vor, dem nächsten Bettler mehr zu geben.

 

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