Alle Kantonshauptorte in 27 ½  Stunden

 

Mit dem schweizerischen öffentlichen Verkehr durch alle 26 Kantonshauptorte der Schweiz in möglichst kurzer Zeit.

 

Wir fuhren zum Start des GA-Projekts alles Kantonshauptorte der Schweiz in möglichst kurzer Zeit nach Sion, wo wir zuerst einkauften und um 16:21 Uhr den Trip ansetzten. Dabei hatte ich Kursbuch, Tagebuch und alle 1:25'000-er Karten der Schweiz, damit es uns sicher nicht langweilig werde. Es wurde uns gewahr, wie viele Welsche es gebe, als wir über Lausanne nach Genf fuhren. Unterwegs nach Fribourg und Bern suchten wir nach der optimalen GA-Tour von möglichst viel Gemeinden in einem Tag. Wegen Verspätung wurde es knapp in Neuchâtel und es reichte uns, weil in Kerzers erst eine Stunde später die Gleise rausgenommen wurden und weil von Neuchâtel nach Biel zwei Züge hintereinander fahren. In Solothurn wussten wir nicht was machen und in Moutier hatte es Trinkwasser. Die als unrealistisch belastete Idee, in Basel bei Veronika Röthlisberger vorbei zu schauen hatte gegen zweieinhalb trostlose Stunden am Bahnhof plötzlich eine Chance. Es war 23:55 Uhr als ich im dunklen Wohnquartier klingelte; und wie man es hätte denken können, hatte sie bereits Besuch, freute sich, dass wir nicht die Nachbarn waren und hatte sogar zu essen. Wir wuschen dafür noch ab, bevor wir um 1:20 Uhr zum fahrenden Tipi (Nachtzug) liefen, das zwar pünktlich abfuhr, aber nicht wie von den SBB definiert und von uns am liebsten gar nicht kontrolliert, durch den Hauenstein (Liestal, Aarau) sondern ohne Kantonshauptorte durch en Bözberg. Schwyz und Altdorf wurden uns aber im Schlaf gegeben. Auf der Wartsaalbank Bellinzona schlief ich weiter bis das Postauto nach San Bernardino fuhr. Wir schauten uns den Piz Corbet genau an. Bis Thusis schlief ich dann und auf Chur folgte der Hauptort Glarus. Durch den Rickentunnel reisten wir nach Herisau, Appenzell, St. Gallen, Frauenfeld, mit dem Postauto nach Stein am Rhein und von Schaffhausen nach Luzern. Nach Sarnen warteten wir auch in Hergiswil eine halbe Stunde und in Stans waren wir fertig um 19:32, also nach 27,5 Stunden, aber zurück fuhr erst um 20:25 Uhr ein Zug, so blieben wir sitzen bis zur Haltestelle Dörfli. Um halb zehn Uhr war ich in Zofingen. Das Projekt, alle 26 Kantonshauptorte in 24 Stunden zu durchfahren war mit dem Fahrplan von 2000 nicht möglich, und auch in 27 ½ Stunden hatten wir es nicht geschafft, weil der Nachtzug nicht die geplante Route fuhr und uns somit Liestal und Aarau fehlten.

 

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