konrad weber

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Tunneltrampling

Hauenstein-Scheiteltunnel

 

(Tunnel-Überschreitung als Touring-Art)

 

 

 

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Tunnel:

Region: 

Länge: 

Eisenbahnlinie: 

Nordportal: 

Südportal: 

Höchster Punkt im Trampling: 

 

Datum des Tunneltramplings:

Teilnehmer:

Richtung:

Erfolgsquote*:

Aufstieg:

Laufzeit:

 

Hauenstein-Scheiteltunnel (Eisenbahn)

Baselland-Solothurn, Schweiz

2495 m

Sissach-Läufelfingen-Olten

Läufelfingen, 559 m ü.M.

Trimbach, 492 m ü.M.

Buen, 765 m ü.M.

 

07.04.2013

Konrad Weber, Leonidas Weber

von Läufelfingen nach Trimbach

95.4 %

285 m

2 Stunden

 

* Anteil der Tunnelstrecke, die mit weniger als 50 m Abweichung von der Tunnellinie überschritten wurde.

 

 

Karte

 

Mein Sohn Leonidas kam mit, auch wenn er erst anderthalb Jahre alt war und noch nicht über die Teilnahme entscheiden konnte. Immerhin musste er nicht selber laufen, sondern konnte sich im Rucksack tragen lassen. Wir nahmen in Olten die S9 um 14.58 Uhr nach Läufelfingen. Mit diesem kurzen Zug mit den farbigen Sitzen (Ostwind) fuhr er schon immer gern. Gespannt verfolgte er mit, wohin ich diesmal laufen würde. Nachdem ich ein Foto des Nordportals geschossen hatte,

 

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Nordportal in Läufelfingen

 

staunte er nicht schlecht, als ich geradlinig den Wald hinauf stach.

Ich musste aufpassen, dass die Busch-Äste ihn nicht trafen, und es schaukelte natürlich auf meinem Rücken. Nach ein paar Minuten Stauen zeigte er während ein paar Minuten Unzufriedenheit, ab dann gefiel es ihm aber. Der Aufstieg auf den ersten Hügel (677 m ü.M.) war anstrengend, dann ging es aber schon wieder sanft hinab und ich

umging den Hof „Waldhus“ mit den

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Lichtung Steppenweid auf 705 m ü.M.

 

Eseln und Schafen, ohne sie zu stören; denn der Tunnel verläuft genau unter dem Hof (20 m Abweichung sind ja erlaubt). Es folgten noch zwei steile Anstiege im Wald (typisch Kettenjura), dazwischen war beide Male eine flache Wiese.

Auf dem höchsten

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Letzter Aufstieg (Kantonsgrenze am Horizont)

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Abstieg auf dem „Buen“

 

Punkt der Tour (765 m ü.M.) überquerte ich die Kantonsgrenze von Basel-Landschaft zu Solothurn und gleich­zeitig auch die Wasser­scheide zwischen Ergolz und Aare. Es ging die Wiese am „Buen“ hinab (sehr einfach zu begehen, vor allem beim aktuellen Stand der Vegetation. Ein kleiner Riegel (wiederum Wald auf der Nordseite, Wiesland auf der Südseite) war beim Lantel noch zu über­schreiten. Dass vor ihm ein Gedenkstein genau auf der Tunnel­linie steht, erstaunte mich.

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Gedenkstein für die Unfallopfer des

Tunnelbaus von 1857

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Hauenstein-Dorf mit seinen äussersten Wohnhäusern

 

Der Gedenkstein erinnert an die 63 Arbeiter, die für den Bau des damals längsten Tunnels der Schweiz (1857) ihr Leben gelassen hatten. Neuere Wohnhäuser des Dorfs Hauenstein kamen mir bereits in den Weg, dafür waren die übrigen Meter auf der Juratafel gut zu trampeln. Auch der Steinbruch lang günstig, so dass man ihm am Rand entlang gehen konnte oder von der Zufahrt her in die Nähe der Tunnellinie vorstossen konnte. Dann kam aber der steile, felsdurchsetzte Wald als Steilstufe ins Tal. Ich suchte nach einer günstigen, der Tunnellinie nahe gelegenen Stelle, jedes Mal wenn ich aber den Abstieg versuchen wollte, machte sich Leonidas sehr deutlich bemerkbar – er wollte das nicht. Also lief ich die Schlaufe, die die Kantonsstrasse machte. Beim Rank­brünneli bemerkte ich jedoch, dass bald ein Bus fahren würde. Mit diesem fuhren wir nur

bis zur nächsten Haltestelle (was den Chauffeur irritierte), damit wir dort noch den letzten Teil und das Südportal besuchen konnten. In der Tat ist es beeindruckend, dass dieser Tunnel schnurgerade durch den Berg verläuft, so dass man das andere Ende auch von aussen sehen kann (siehe Bild rechts: oberhalb der rechten Seite des einfahrenden Zuges ist das Licht aus Läufelfingen zu erkennen). Ein Bonus nach der zweistündigen Wanderung war, dass wir noch zusehen konnte, wie ein Dampfzug auf der Strecke fuhr. Weil ich noch nie in der Bahnstation Trimbach eingestiegen war, nahmen wir nicht den Bus nach Olten, sondern gingen der Bahnlinie nach bis zu jener Haltestelle.

portal

Südportal mit hineinfahrender S9

 

 

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