Landkarten-Fiktion
zum
Meeresspiegel-Anstieg:
Ausgewählte
Regionen
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Wenn ein Meeresspiegel auf eine bestimmte Höhe in eine bestimmte
Landschaft projiziert wird, lassen sich ästhetische Eigenheiten dieser
Landschaft hervorheben, die sonst in einer Karte nicht deutlich genug
erkennbar sind. |
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Das Ergolztal durchquert
genau auf 400 m ü.M. das Dorf Gelterkinden,
genauer: Das Haus, in dem ich wohne. Ich hätte so also Meeresanstoss. Im Allgemeinen hätte diese Landschaft eine schöne
Riasküste mit vielen Buchten und wenig Inseln. |
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Geologisch besteht der Tafeljura aus
Kalkstein-Schichten, die zerbrochen und verschoben wurden. Im Bereich des Ergolztals liegt die Oberfläche der oberen Schichten auf
550 bis 630 m ü.M. Wäre darunter Meer, würde es
aussehen wie eine recht flache Küstenlandschaft, wie eine einzige Tafel |
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Der tiefstgelegenste Punkt
der Nordschweiz liegt am Rhein bei Basel und ist wenige Meter unter 250 m ü.M. Würde das Meer um 250 m ansteigen, hätte Basel einen
geringen Flächenverlust, wäre aber eine sehr wichtige Hafenstadt. |
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Dass der Kettenjura aus Faltungen besteht, die durch
Klusen zerschnitten wurden, kann man auch auf normalen Landkarten gut
erkennen. Im Bereich des Pierre Pertuis und der
Tubenlochschlucht kann man besonders gut drei durchtrennte Antiklinalen
hintereinander erkennen, wenn man nur die Landschaft oberhalb von 900 m ü.M. sieht. |
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Eine besonders hübsche Klus
ist diejenige, die Tiergarten genannt wird und zwischen Vermes und Recolaine liegt, denn hier ist auch die Antiklinale ein
so harmonisch rundlich gefalteter Hügel, der an gutliegender Stelle vom Bach Gabiare entzweigetrennt wurde.
Der Meeresspiegel wurde hier auf 710 m ü.M. gelegt,
um die Antiklinale als zwei Inseln zu zeigen. |
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Mont Dedos (Undervelier JU) 900 m Die Klus der Gorges du Pichoux ist viel unregelmässiger verglichen mit
derjenigen bei Plain Fayen, dafür ist die
Antiklinale zwischen Mont Dedos und Semplain nicht als Wölbung wiederzuerkennen, sondern sie
kommt als zerbrochene Ebene zum Vorschein, wenn ein Meeresspiegel auf 900 m ü.M. gesetzt wird.
Zur
Besiedlungsfiktion des Montdedos |
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La Brévine (NE) liegt in
einer Senke, die unterirdisch entwässert wird. Nur im Lac de Taillères (1036 m ü.M.) staut
sich das Wasser. Wäre der Abfluss verstopft, würde sich ein grosser See
bilden. Das selbe würde geschehen, wenn der Meeresspiegel auf 1080 m ü.M. liegen würde. Version mit rundem Zuschnitt Version mit isoliertem See |
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Faltungen, wie die Antiklinalen im Jura-Gebirge sind
oft aufgebrochen, so dass man zwei parallele Rippen erkennen kann. Besonders
gut kann man dies im Osten des Chasserals erkennen,
vor allem, wenn ein Meeresspiegel auf einer Höhe von 1277 m ü.M. liegen würde und langgezogene Insel schaffen würde. |
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In vulkanischen Gebieten kommen oft Inseln vor, die
die Kraterform einer Caldera mit in die Küstenlinie hineinbringen. So etwas
hat die Schweiz nicht. Wenn man jedoch die runde Felsformation am Creux du Van mit einem geeigneten Meeresspiegel
betrachtet, könnte man sie für eine Kraterinsel halten. |
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Im Aargauer/Luzerner Seetal wurde die Landschaft
durch die eiszeitliche Vergletscherung geglättet. Im nördlichen Teil, der in
der Eiszeit eisfrei war, gibt es viele zerfurchte Seitentäler. Diese
Besonderheit wird noch deutlicher bei einem Meeresspiegel auf 500 m ü.M. |
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Eiszeitliche Endmoränen gibt es viele im Schweizer
Mittelland. Ihre Form ist in der Landschaft oft nicht besonders markant.
Diejenige im Wynental bei Gontenschwil und Zetzwil kann mit einem Meeresspiegel von 512 m ü.M. deutlich hervorgehoben werden. |
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Das Napfgebiet (in der Eiszeit nicht vergletschert)
weist viele Hügelgräte auf, die sich mit unzähligen Verzweigungen in die
Länge ziehen. Zwischen dem Ahorn, der Hochänzi und
der Lüderenalp werden diese Hügelland-Tentakel bei
einem Meeresspiegel auf 1100 m ü.M. schön gezeigt. |
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Das Dorf im Kanton Zürich wird seinem Namen gerecht,
wenn man den Meeresspiegel auf 840 m ü.M. ansteigen
lässt, dann liegt es nämlich auf einer sternförmigen Halbinsel. |
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Drumlins sind kleine Hügel, die unter
einem grossen Gletscher aus Grundmoränenmaterial geformt wurden. Nördlich
von Konstanz hat es eine grosse Zahl solcher Drumlins,
die auch in ähnlicher Höhenlage liegen. Mit einem Meeresspiegel auf 480 m ü.M. würden sie allesamt zu kleinen Inseln werden. |
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Ebenfalls von Drumlins
übersäht ist die Landschaft zwischen Wetzikon und Hombrechtikon. Bei einem
Meeresspiegel auf 550 m ü.M. sind sie als möglichst
viele Inseln zu sehen. |
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Zwischen Sufers und Andeer
Gibt es die Alp Caschlera, deren Fels in der
Eiszeit durch den Hinterrhein-Gletscher stark abgeschliffen wurde, so dass
viele Rundhöcker entstanden sind. Diese Felsbuckel würden zu kleinen Inseln
bei einem Meeresspiegel auf 2165 m ü.M. und würden
stark einer finnischen oder schwedischen Schärenküste gleichen. |
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Die Kurfirsten sind bekannt als eine Reihe von
Berggipfeln, die alle markant voneinander abgetrennt sind. Noch stärker
voneinander abgetrennt wären sie bei einem Meeresspiegel auf 2050 m ü.M., dann wären sie nämlich eine Inselreihe. |
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Im Nordatlantik gibt es einige Felsinseln, die karg
und steil aus dem Meer ragen, die britische Insel Rockall ist ein Beispiel
dafür. Ein anderes Beispiel wäre das Matterhorn, wenn der Meeresspiegel 4250
m höher liegen würde. |
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Der Bergrücken zwischen dem Maggiatal
und dem Verzascatal hat als Besonderheit, dass er
über relativ lange Distanz wenig Höhenunterschiede hat. Mit einem
Meeresspiegel auf 2030 m ü.M. wäre er eine
sonderlich lange Halbinsel. |
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Der Bergrücken zwischen der Leventina und dem Bleniotal ist noch gleichmässiger geformt. Mit dem Pizzo
Erra als höchsten Punkt und dem Matro
als Kap wäre sie bei Meeresspiegel 2100 m ü.M. eine
lange, filigrane Halbinsel. |
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Das obere Val Grande zwischen Verbania
und Domodossola bildet einen eindrücklichen Talkessel. Seine Kreisform kann
ein Meeresspiegel auf 1800 m ü.M. noch
verdeutlichen. |
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