Labor-Protokoll-Führung und Praktikums-Bewertung

 

Ein wissenschaftliches Protokoll hat einen streng vorgegeben Aufbau. Nach den Angaben zum Experiment (Titel, Nummer des Experiments, Datum der Durchführung, Ausführende und einleitende Informationen) folgen:

§      Material, Gefahrensymbole, Sicherheitshinweise

§      Durchführung, gegebenenfalls mit Skizze. Die Formulierungen dürfen zusammenfassend sein, sie sollen aber dem Verlauf Ihres Versuchs entsprechen.

§      Resultate und Beobachtungen

Die Beobachtungen sind der wichtigste Teil des Protokolls; er muss umfassend sein. Die Beobachtungen müssen vielseitig, verständlich und überzeugend formuliert und auf ihren Versuch bezogen sein. Alles beschreiben, was Ihnen auffällt, was besonders ist.

o    Veränderung an den Stoffen selbst (Farbe, Transparenz, Aggregatszustand, …)

o     Erscheinungen (Temperatur, Rauch, Geruch…)

o     ungeahnter Verlauf (Überraschungen, Pannen, Massnahmen…)

o     Resultate (mit eindeutiger Kennzeichnung und Einheit)

o     Noch keine Interpretationen in diesem Teil.

§      Interpretationen

o     Erklärungen der Beobachtungen

o     Schlussfolgerungen aus den Resultaten

o     Was Sie dazu denken

 

Beantwortung der Fragen (integriert in den oberen Teilen):

Die Fragen sind der „obligatorische Teil“ der Beobachtungen und Interpretationen. Entschei­dend ist nicht immer, ob die Antwort richtig ist, sondern dass sie Sinn macht und zeigt, ob Sie sich was dazu gedacht haben.

 

Die Protokolle erhalten Sie an Ihrem übernächsten Praktikumstermin wieder zurück. Die Antworten zu den Fragen können besprochen werden. Inhalte zu grundlegenden Erkennt­nissen aus den Experi­menten können auch in einem Test vorkommen.

 

Vorlage zum Protokoll

Diese Dokumente sind auf www.reliefs.ch/praktikum vorhanden und können herunterge-laden werden. Es handelt sich um eine Formulierungsvorschläge, das heisst, Sätze/ Beobachtungen, die nicht zu ihrem Experiment passen, müssen Sie löschen/ umformu­lieren. Ein gutes Protokoll verlangt noch viel mehr Beschreibungen als die vorformulierten.

Sie können entweder das gedruckte Protokoll-Vorlageblatt verwenden, indem Sie die fehlenden Angaben handschriftlich einsetzen, oder Sie tragen die Angaben im digitalen Dokument ein und drucken es in fertiger Form aus. Übernehmen Sie aber nicht eine ausgefüllte digitale Version von Ihren Kollegen, denn das Protokoll soll genau Ihre Ausführung des Experiments beschreiben.

 

Weitere Vorgaben:

§      Schrift: Schrift, Gestaltung und Gliederung des Protokolls müssen ansprechend sein.

§      Details zur Gestaltung einer naturwissen­schaft­lichen Arbeit findet man auf

     www.reliefs.ch/praktikum/gestaltung.htm

§      Umfang: 1 bis 2 Seiten. Mehrere Seiten zusammengeheftet.

§      Abgabe: Am übernächsten Termin, bei dem Sie bei mir Schule haben, also in der übernächsten Chemie-Unterrichtslektion. Die ersten 24 Stunden Verspätung geben noch keinen Abzug, darauf jedoch für jeden Tag ½ P Abzug.

§      Wer ein Experiment nicht gemacht hat, kann auch kein Protokoll darüber schreiben.

§      Nicht abgegebene Protokolle haben keinen Einfluss auf die Absenzen, jedoch auf die Bewertung/Praktikumsnote.

 

§      Absenzen:

Wenn jemand als einzelner seiner Gruppe im Praktikum ist:

o     kann man bei der Lehrkraft eine Verschiebung beantragen, bei Zustimmung kommt die Gruppe in der nächsten Woche mit der anderen Halbklasse ins Praktikum.

o     oder man führt den Versuch allein durch, die andere Person der Gruppe führt dann den Versuch in der nächsten Woche mit der anderen Halbklasse auch alleine durch.

o     Wenn eine Gruppe bei einem Praktikumstermin ganz fehlt, kommt sie das nächste Mal mit der anderen Klassenhälfte ins Praktikum.

§      Jedes Experiment kann höchstens um zwei Wochen verschoben werden.

 

Bewertung

 

Protokolle

Ein Protokoll wird in der Regel mit maximal 5 Punkten bewertet. Bewertet wird die Vollständigkeit, Umsetzung und Richtigkeit der Protokollführung, nicht Ihr Experiment. Fehlende, falsche oder unvollständige Angaben führen zu verminderter Bewertung. Unschöne/chaotische Gestaltung und verspätete Abgabe führen zu Minuspunkten. Die Bewer­tung erfolgt nach den in der Tabelle rechts ge­zeigten Kriterien.

Ein gutes Protokoll wird mit 4 Punkten bewertet, ein Protokoll, welches den Anforderungen gerade genügt mit 3 Punkten. 5 Punkte in der Bewertung sind für hervorragende, mustergültige Protokolle vorgesehen.  Wenn  aus Ihrer Sicht etwas mit der Protokoll­bewertung nicht stimmt, sollen Sie es innerhalb von 8 Tagen ansprechen. Spezialfälle:

§     Zu den Exp. 1, 2, 6, 12 und 14 sind keine Protokolle zu schreiben.

§     Das Protokoll der Exp. Nr. 3 und 4 ist freiwillig, Sie können es übungshalber abgeben und korrigieren lassen. (zu Nr. 3 existiert eine Vorlage, zu Nr. 4 nicht)

§     Das Protokoll des Exp. Nr. 9 ergibt max. 10 Punkte, denn das Exp. Nr. 9 erstreckt sich über mehere Doppelstunden.

§     Das Protokoll des Exp. Nr. 14 ist freiwillig, kann max. 2 weitere Punkte ergeben (analog zu den Zusatzfragen in den Tests).

§     So sind max. 40 Punkte (+2P) aus den Protokollen möglich.

 

Laborprüfungen

Es finden total vier praktische Prüfungen statt, bei den Experimenten Nr. 6, 7, 9 und 10. Bei den Prüfungen ist eine Labortätigkeit, die Sie vorher geübt haben, unter Aufsicht und Kontrolle vorzuführen. Bewertet werden dann die Genauigkeit, Zeit und/oder das Produkt. Beim Experiment Nr. 14 kann ein Zusatzpunkt erreicht werden. Bei jeder Prüfung sind maximal 5 Punkte erreichbar. So sind max. 20 Punkte (+1P) aus den Prüfungen möglich.

Details zu den Prüfungen stehen auf www.reliefs.ch/praktikum/pruefungen.htm

 

Note

Die Praktikumsnote errechnet sich aus Ihrer Punktezahl in linearer Notenskala. Das definierte Punktemaximum ist 60. Auf Zehntelnoten gerundet. Die Note zählt für das Zeugnis anderthalbfach, die Tests zählen je als halbe Note.

Die Praktikumsnote und den Chemie-Notendurchschnitt können Sie sehr einfach mit folgender Excel-Datei berechnen lassen:

www.reliefs.ch/chemie/notenberechnung_g4.xls

 

 

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