Die frei erfundene
Planung Splügen-NEAT
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Die günstigste NEAT (Neue Eisenbahn Alpen
Transversale) würde meines Erachtens weder durch den Gotthard noch durch den
Lötscherberg führen, sondern unter dem Splügenpass durch.
Die Gotthard-Variante kritisiere ich, weil sie sehr teuer ist, diverse
Anschlüsse braucht und nur für Zürich eine schnelle und geradlinige
Verbindung in den Süden bringt. An der Variante Lötschberg-Simplon
sehe ich den Nachteil, dass die internationale Nord-Süd-Verbindung um etliche
Kurven geleitet wird und dass die Strecke vom Simplon-Scheitel bis Verbania nicht schnell befahren werden kann und eine zu grosse Höhendifferenz aufweist (510 m). Als „günstigst“ bezeichne ich hier die optimale Kombination
von Kosten, Geschwindigkeit, Streckenlänge und internationaler Transitkapazität.
Der alpenquerende Verkehr, der zum grössten Teil die Wirtschaftszentren Mitteleuropas
(Benelux, Rhein-Ruhr, Rhein-Main, Berlin und München) mit den
Wirtschaftszentren Italiens verbindet, kann am östlichen Bodenseeufer
gebündelt werden und ohne Umwege durch das Rheintal nach Thusis
und ab Chiavenna dem Comersee
entlang nach Italien geleitet werden. Zwischen Thusis
und Chiavenna wäre ein Basistunnel nötig, der |
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Die Bedeutung der Splügen-NEAT: breite rote Linie: Splügen-NEAT schmale rote Linie: Anschluss- Neubaustrecken blaue Linien: bestehende Eisenbahnen |
mit 41 km die Alpen durchquert hätte (viel kürzer
als der Gotthard-Basistunnel mit 57 km, der Lötschberg-Simplon-Variante
mit 35+19 km oder anderen Plänen durch den Grossen St.Bernhard
oder den Brenner). Für die Splügen-NEAT
müssten natürlich ein paar Anschlüsse aufgewertet werden. Ich schlage zudem
auch zwei Neubaustrecken vor (Ziegelbrücke-Elm-Flims-Rothenbrunnen
und Kressbronn-Sigmaringen). Beschleunigte (140 bis 200 km/h) Eurocity-Züge
könnten in folgenden Versionen fahren: St. Gallen
– Sargans – Chur-Nord – Thusis – Chiavenna – Còlico – Basel – Zürich – Elm – Thusis – Chiavanna – Còlico – Lecco – Bergamo – Brescia –
Verona – Padova – Venezia
(Zürich-Bergamo in 1 h 30 min) Frankfurt M. – Mannheim – Stuttgart – Lindau –
Chur-Nord – Milano – Bologna – Firenze – Roma (Stuttgart-Milano in 3 h 25 min) München – Lindau – Chur-Nord – Milano – Pavia – Genova (München-Genova 4 h)
(Chur-Nord-Milano 1 h) |
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Streckenabschnitt im Bereich des unteren
Hinterrheins. Die Linien nördlich von Bonaduz und
westlich von Rhäzuns sind die Anschlüsse nach
Zürich resp. Disentis |
Die Streckenführung im Detail: Chur-Thusis Die Splügen-NEAT
beginnt im Norden von Chur, wo die neue Linie von der bestehenden SBB-Linie
abzweigt, Chur umfährt und direkt nach Domat/Ems
strebt. Am nördlichen Stadtrand von Chur würde der IC-Bahnhof Chur-Nord
entstehen. Die Splügen-NEAT verläuft entlang der RhB-Strecke durch Domat/Ems und
behält ausgangs Dorf sie südwestliche Richtung.
Durch einen 1-km-Tunnel kommt sie an den Hinterrhein, den sie im Bereich der
Schwemmebene südöstlich von Rhäzüns auf einer
Stelzenbrücke überquert und seinem linken Ufer bis Thusis
folgt. Als Zubringer mündet zwischen Rhäzüns
und Rothenbrunnen eine beschleunigte Normalspurbahn
mit 20‰ Steigung von Ziegelbrücke über Elm, durch einen 14 km langen Tunnel
und über eine 120 m hohe Brücke im Bereich der Rheinschlucht ein. Diese zusätzliche Neubaustrecke wäre auch
für die Verbindung Zürich-St.Moritz von Nutzen und
würde mit einer neuen Normalspur-Strecke Distentis-Chur
verknüpft. Thusis-Chiavenna Gleich beim Beginn der Viamala-Schlucht
würde das Norportal des Basistunnels zu Stehen
kommen. Mit 690 m.ü.M. auch der Scheitelpunkt der
ganzen Strecke. Mit 10‰ Gefälle sinkt die Linie auf dem 41 km
langen Tunnel auf 323 m.ü.M. ab und kommt am
Standort des bestehenden Bahnhofs von Chiavenna
wieder ans Tageslicht. Der Bahnhof wird aber um 10 m in die Tiefe versenkt. Der Bereich des neuen Bahnhofs von Thusis und das Nordportal des Basistunnels |
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Hauptkarte zur Splügen-NEAT Abschnitt Chiavenna- Còlico Chiavenna-Còlico Zwischen Chiavenna und Còlico besteht zwar schon eine Eisenbahn, sogar eine
Flachbahn, aber sie ist kurvig und |
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einspurig. Deshalb schlage ich eine
Hochgeschwindigkeitslinie vor. Von Chiavenna steigt
sie mit der Steigung von 10‰ ab, zuerst am Gebirgshang, dann über den
Schwemmfächer von Prata, durch einen 1-km-Tunnel
durch den Bergfuss Rebbia,
auf einer Stelzenbrücke zum Schwemmfächer von San Cassiano,
ein wenig in diesen Schwemmfächer eingeschnitten, über Hauptstrasse und alte
Bahnlinie auf einer niederen Brücke und schlussendlich auf einem absinkenden
Damm in die Ebene der Mera hinab. Das Gebiet des
Lago di Mezzola wird mit einem 4,5 km langen Tunnel
geradlinig abgekürzt. Im Mündungsbereich der Adda in den Comersee
bringt eine grosse Kurve die Splügen-NEAT
nach Còlico und dort in die bestehende
Eisenbahnlinie nach Lecco und Milano. Ich schlage
des weitern vor, die Comerseelinie neu zu
gestalten; sie soll doppelspurig mit weniger Kurven, dafür mit längeren
Tunnels einen ähnlichen Verlauf haben wie die Autobahn. |
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