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Städte-Planungen |
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Aus Spass und der Herausforderung wegen, mag ich es, auf genauen Karten noch nicht bestehende Städte zu entwerfen. Dabei geht es nur um die Einpassung ins Gelände, nicht um finanzielle
oder vernünftige Machbarkeit. |
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Keine dieser
Planungen sind also Ernst zu nehmen. Es wurde auch kein einziges Projekte
öffentlich vorgeschlagen oder eingereicht. Ich bin
mir bewusst, dass der Naturschutz in diesen Gegenden Vorrang hat. Es
beeindruckt mich jedoch, dass in Ländern, die planerisch anders strukturiert
sind und die noch sehr grosse unbesiedelte Gebiete
haben, ähnliche Projekte geplant und durchgeführt werden (Russland, China,
Nordeuropa). Für die Schweiz habe ich mir überlegt, wo es interessant wäre,
sich eine ganz neue Stadt in einem ganz neuen Gebiet zu planen. Ich habe
dabei bevorzugt Gegenden über 2000 m.ü.M.
angeschaut, Gegenden also, wo noch kleine bestehende Bausubstanz die Planung beeinflussen. Weiter habe ich auf die Steilheit des
Geländes geachtet, auf die Höhendifferenz der Siedlungsfläche, auf die
Exposition und auf die Verkehrsanschliessung. Meine
Städte bieten üblicherweise Platz für 10'000 bis 50'000 Einwohner. Die Lage
von Geschäftszentren, Wohnvierteln, Industrieareale und so weiter wurden
möglichst optimal positioniert und verbunden. In allen Städten habe ich auch
ein dichtes Netz des öffentlichen Verkehrs entworfen. Meistens eine
Stadt-Bahn. Das Leben in einer solchen Stadt hätte eine spezielle
Lebensqualität. Man denke an die frische Luft, die schöne Landschaft und an
die neuen zentralörtlichen Funktionen. Hier einige Beispiele speziell gelungener Problemlösungen: |
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Lämmeren |
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Lämmeren liegt zwischen Wildstrubel und dem Gemmi-Pass auf ca. 2300 m.ü.M.
Die 18'000 Einwohner wohnen mehrheitlich auf der Terasse
wo heute die Lämmerenhütte steht und auf auf dem sanft kuppigen Gebiet
Richtung Roter Totz (Sonnenlage). In der Ebene beim
Lämmeren-See kommt ein Geschäftszentrum mit
modernen, höheren Gebäuden zu stehen. |
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Rappen |
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Rappen wäre der Sonnenrücken mit Aussicht. Eine
komplette Stadt mit Zentrum, Industriegebiet, ruhigen Aussenquartieren,
Stadtbahn und acht kleinen Seen. Zwischen dem Binntal
und dem Goms käme Rappen im Wallis auf die Höhenlage zwischen 2200 und 2758 m.ü.M zu liegen. |
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Piora |
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Als grösste geplante Stadt in den Alpen habe ich Piora im Val Piora zwischen Piotta und dem Lukmanierpass gebaut.
Die fiktive Stadt mit etwas über 100'000 Einwohnern erstreckt sich über die
Kantone Tessin, Graubünden und Uri, sie würde einen neuen, eigenen Kanton
bilden, ein Stadtkanton in den Alpen und erst noch dreisprachig! |
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Kerguelen |
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Die Kerguelen Inseln
liegen in der subantarktischen Zone des indischen Ozeans und bilden heute einen
Teil des französischen Antarktis- und Südterritoriums. Auf den Kerguelen wird in Realität nur eine Forschungsstation mit
etwa 80 Bewohnern unterhalten. Das 7200 km2 grosse Territorium am 49. südlichen Breitengrad wäre
aber geeigneter Siedlungsraum für mehr als eine Million Menschen. Vor allem
die Energieversorgung durch Sonne, Wind und Geothermie
ist hervorragend. Die 29 Stadt- und Dorfgemeinden sind in diesem Entwurf mit
einem dichten Eisenbahnnetz erschlossen. |
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Macun |
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Die
Hochebene mit den vielen Seen oberhalb Zernez ist
eine eine sehr schöne Landschaft, sie wurde auch
vor kurzem in den Schweizer Nationalpark integriert. Eine Stadt würde hier
aber besonders gut profitieren, weil die vielen Seen und das umliegende
Terrain mit den verschieden Hügeln auf ungefähr gleicher Höhe eine sehr
interessante und lebensfreundliche Stadtstruktur erlauben würden. Jedes
Quartier hätte seinen eigenen Charakter und die kleinen Seen würden die
Natürlichkeit mitten im Stadtgebiet erhalten. Ebenfalls optimal ist der
Gebirgsgrat, der sich auf drei Seiten wie ein Schutzwall um Macun herum windet. Dieser Grat würde Schutz gegen die
Höhenwinde bieten, der Stadt einen abgeschlossenen Charakter geben und
dennoch das Sonnenlicht hineinlassen. Im Osten liesse
sich ein Skigebiet erstellen. Die Verkehrsanbindung für die 12'000 Einwohner
von Macun auf 2600 m.ü.M.
wäre hingegen nicht einfach. Als Zufahrten nach Macun
sind eine Strasse von Susch und eine Zufahrt von
der Ofenpassstrasse vorgesehen, zudem eine Zahnradbahn von Sagliains sowie eine Standseilbahn von Zernez. In der 12'000-Einwohner-Stadt selbst würden eine
Stadtbahn und zwei Buslinien betrieben. |
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Weingarten
Weingarten
ist die höchstgelegenste Stadt, die ich je
entworfen habe. Im Mattertal, oberhalb von Täsch und am Fuss des Alphubels
nimmt sie den Bereich der Endmoränen des Weingartengletschers und andere
Blockgletscher oder Schotterfelder ein. Die Stadt wäre durch zwei Felsrippen
(Wissgrat und Rotgrat) in drei Teile geteilt, die mit Tunnels für Strasse und
Stadtbahn miteinander verbunden wären. Von den ca. 6000 Einwohnern würden nur
ca. 500 unterhalb von 3000 m.ü.M. wohnen, die tiefstgelegensten auf 2850 m.ü.M.
Das Stadtzentrum wäre am See auf 3060 m.ü.M.
gebaut, die höchsten Quartiere würden 3370 m.ü.M.
erreichen. Die Planung ist auf der Kartenausgabe von 1988 eingezeichnet; seit
1988 sind die Gletscher mehrere Hundert Meter weiter abgeschmolzen; die Stadt
könnte sich also noch weiter ausdehnen. Allerdings gibt mir das Auftauen des Permafrostbodens in diesem Bereich zu denken. Die
Stadt wäre erschlossen mit einer Strassen von Täsch
und einer Zahnradbahn von Zermatt, die von Zermatt aus nach Saas Fee führen würde und dabei die bestehende Strecke Mittelallalin-Felskinn benutzen würde und Abzweigungen
auf den Alphubel und das Allalinhorn ermöglichen
würde (Skigebiet) (diese Bahnlinie hatte ich schon vor der Stadt geplant).
Von dieser Bahnlinie, würde bei der Station bei der Täschhütte
eine Abzweigung in Zentrum von Weingarten führen. Eine weitere, kurze
Zahnradbahn und eine Adhäsionsbahn würde die
Quartiere mit dem Zentrum verbinden. Auf Grund des kalten Klimas dort oben,
würde der Bahnverkehr dem Strassenverkehr bevorzugt
eingesetzt. |
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zu den erfundenen
Eisenbahnlinien |
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