Trekking durch die Hauptschlucht des Val Grande

 

Es handelt sich hier um einen Bericht, aus einer Zeit

in der die Durchquerung der Hauptschlucht noch

nicht verboten war.

 

Heutzutage lässt die Nationalpark-

Behörde diese Route nicht mehr zu.

 

Die Beschreibung ist nur noch im Netz, um

- vor diesem Weg, der in vielen kommerziellen Karten noch eingezeichnet wird,

   zu warnen.

- als historische Beschreibung

- als Beschreibung für Personen mit Spezialbewilligungen.

 

 

Route als Erzählung einer damals erfolgreichen Durchquerung der grossen Schlucht im

Parco Nazionale della Val Grande (Von Ponte Casletto nach In La Piana)

 

Planung

 

Die Durchquerung der grossen Schlucht ist nur bei besten Bedingungen verantwortbar. Es ist darauf zu achten, dass der Fluss minimalen Wasserstand hat. Daher fällt der Frühling während der Schneeschmelze weg. Der Winter ist ebenfalls ungeeignet, weil schwierige Passagen unbedingt eisfrei sein müssen.

Gefahren: Der Wasserstand in den Flüssen kann sehr schnell anschwellen. Bei Gewitter oder Platzregen sind die Bachbette sofort zu verlassen, es darf auch nicht in Bachnähe campiert werden. Diverse Stellen sind rutschig (aber nicht abschüssig); sie verlangen trotzdem höchste Vorsicht und vollen Einsatz von Füssen und Händen. Giftige Schlangen sind weit verbreitet im Val Grande. Mobiltelefone haben im Val Grande fast nirgendwo Empfang. Auf Grund der verschiedenen tödlichen Unfällen, die auf dem alten Schluchtweg geschehen sind, stellte die Nationalparkbehörde bei den Abzweigungen bei In La Piana und Ponte Velina Schilder auf, die auf die Gefahr des Weges hinweisen und dessen Begehen verbieten. Die hier beschriebene Route meidet die gefährlichen Abschnitte des alten Schluchtweges. Der einzige Abschnitt dieser Route, die auf dem alten Schluchtweg verläuft ist kurz vor und nach der Alpe Orfalechio, wo der Wald nicht sonderlich steil ist und der Weg absolut unproblematisch, sogar ein Gehen neben dem Weg kein Problem wäre. Das Verbot ist also nicht auf diese Route zu übertragen.

 

Anreise nach Orfaleccio

 

Siehe Bericht über die Route von Mergozzo resp.  Alpe Ompio via Corte Buè

nach Orfalecchio

 

Sicherste Route Orfalecchio-In La Piana

 

Man findet einen Weg, der ungefähr horizontal Richtung Norden in die Schlucht weiterführt. Nach 800 m {Punkt A} steigt der Weg im Zickzack ca. 50 m hinauf und setzt sich dann horizontal fort. 200 m weiter {Punkt B} endet das horizontale, gut erkennbare Trassee über einem diagonal verlaufendem Felsband von 5 m Höhe. Bis hierhin kann man eigentlich ohne Probleme wie Hochwasser, Felsstufen, Couloirs oder Orientierungs-losigkeit auf einer Wegspur folgen. Von hier {Punkt B} bis zum Weg Val Gabbio-In La Piana {Punkt xxx} hat man aber mindestens 3,5 km in der vollen Wildnis der Schlucht zu laufen und soll sich deren Gefahren und Zeitaufwand (4 Stunden bei guten Bedingungen) bewusst sein. Es ist nun ratsam, zum Bachbett abzusteigen, denn nur dort kann das Felsband angenehm überwunden werden.

Wenn man von dort dem Bachbett hinauf folgt, steht nach 50 m ein kleiner See in der Schlucht, den man einfach auf der linken Talseite etwa 5 m über dem Wasser übergehen kann. Oberhalb der Einmündung des Val Cauri {Punkt C} ist es möglich den versperrenden See auf der rechten Talseite ca. 15 m über dem Wasser zu umgehen. Etwa 300 m weiter talaufwärts {Punkt D} steht man vor zwei Felszacken (ca. 40 m hoch, welche nebeneinander im Tal stehen. Links von diesen Felszacken strömt der Bach aus einer senkrechten ca. 4 m breites Klamm (auf beiden Seiten senkrechte Schlucht), welche nicht trocken durchstiegen werden kann. Auf der südwestlichen Talseite {bei Punkt D} ist etwa 3 m über dem Bach eine markierte Höhle zu erkennen, welche als Übernachtungsstelle benutzt werden kann und mit den nötigsten Gegenständen ausgerüstet ist.

Luftbild Orfalecchio - Punkt B: zum vergrössern bitte klicken!

 

 

Luftbild Punkt B bis Punkt C: zum vergrössern bitte klicken!

Von der nordöstlichen Talseite kommt der Schotterkegel eines Seitencouloirs entgegen, welchem man 20 m Aufstieg folgen soll, so dass man den Pass rechts von diesen beiden Felszacken begehen kann. Auf diesem Pass ist eine Plattform gemauert (auf welcher gut zu zelten wäre), die Gebäudesignatur L’Arca auf der Karte darstellt. Die Markierungen (rote Punkte), die einem vom Bach hier hinauf begleitet haben, führen von L’Arca gleich wieder an den Bach hinab. Die nächsten anderthalb Kilometer sind relativ gut im Bachbett begehbar, wobei die zweite Hälfte davon {ab Punkt E} mehrheitlich auf der südwestlichen Seite 3 m über dem Bach zu begehen ist, weil es sich mehrheitlich um Lockergestein handelt. Bei der Einmündung des Val Fredda (von Westen) {Punkt F} befindet sich eine weitere Übernachtungs-stelle, denn auf einem Sandboden befinden sich Sitzbänke, eine Kochstelle und in Spalten des überhängenden Felsen sind Notvorräte und einige Werkzeuge eingeklemmt. Da dieser Campground nur 1 m über dem Bachbett liegt, sollte vor einer Übernachtung die Wasserpegel-prognose überprüft werden. Die nächsten 100 m der Schlucht {ab Punkt F} ist etwas schwierig, aber mit 3 bis 5 Bachüberquerungen zu bewältigen. 700 m weiter talaufwärts {Punkt G} bildet der Bach einen tiefen See, eingeklemmt zwischen zwei Felstürmen.

Luftbild Punkt C – Arca: zum vergrössern bitte klicken!

Luftbild Arca – Punkt 14: zum vergrössern bitte klicken!

Man steigt auf der Westseite 80 bis 100 m in Richtung Cima Loviga auf und traversiert den Hang auf gleich bleibender Höhe. Diverse kleine Couloirs müssen überwunden werden.  Kurz vor dem Zusammenfluss der Bäche aus dem Val Gabbio und von In La Piana (Höhenkote 844 m.ü.M.) steigt man ab und überquert den Bach ca. 50 m unterhalb des Zusammenflusses {Punkt H}. Nach der Überquerung des Baches aus In La Piana steigt man auf dem Grat über dem Zusammenfluss auf einem Pfad steil auf. Ab 900 m.ü.M. wird der Wald etwas flacher. Richtung Norden kann man sanft aufsteigende den guten Weg Val Gabbio-In La Piana erreichen und ist zehn Minuten später in In La Piana.

 

 

In La Piana-Heimweg

Der Ausgang aus dem oberen Teil des Val Grande ist dem Wanderer freigestellt; denn der Kessel mit den sieben Seitentälern ist zwar wild, aber vom Gelände her nicht so anspruchsvoll, sodass man sich ziemlich frei bewegen kann. Den Weg des geringsten Widerstandes stellt die Route über die Alpe Val Gabbio, Alpe Serena und den Pass Alpe della Colma (1728 m.ü.M. hier kann auch in einer Hütte bequem übernachtet werden) dar, denn der Weg ist von guter Qualität, der Pass der niedrigste Übergang, und der Abstieg nach Premosello (222 m.ü.M.) kurz und ab 900 m.ü.M. mit einer Fahrstrasse ausgestattet. Von Premosello fahren Regionalzüge nach Domodossola. Ebenfalls problemlos ist die Route über die grosse Brücke und hinauf über die Alpe Portaiola zur Alpe Scaredi (1842 m.ü.M. ebenfalls mit einer Hütte ausgestattet). Von der Alpe Scaredi führt ein breiter Saumpfad weiter, und ab 1250 m.ü.M. eine Fahrstrasse nach Malesco hinab, wo die Schnellzüge nach Domodossola oder Locarno bereitstehen. Speziellere Ausgänge aus dem Val Grande sind die Pässe Richtung Norden und Westen, denn die Wege und Markierungen dürften schwer zu finden sein. Die Übergänge sind auch 1950 bis 2100 m.ü.M. hoch und meist folgen 1700 m Abstieg nach Beura, Domodossola oder Trontano. Bei gutem Wetter ist die Route über den Piz Mottac (1802 m.ü,M.) und auf dem Höhenweg Richtung Nordwesten zur Testa di Menta (2204 m.ü.M.) empfehlenswert. Es ist nicht nur die Fortsetzung der Trekkinglinie auf der Landkarte, sondern bietet eine gute Aussicht auf den Kessel des oberen Val Grande und die Walliser Alpen.

Zudem ist es von Vorteil, wenn man ohne neuzeitlichen Weg im Val Grande unterwegs ist, so bald wie möglich über 1800 m.ü.M. zu kommen, weil man so in eine übersichtliche und gut begehbare Vegetation kommt; die Route über den Piz Mottac folgt genau diesem Prinzip.

 

Karte für die Val-Grande-Schlucht-Durchquerung

 

Val Grande-Übersicht

home

 

 

Alternativ-Route: Ponte Casletto-Orfalecchio

(Die Route überquert einige schwierige und gefährliche Couloirs)

 

Dies ist ein historischer Bericht, keine Anleitung.

Die Begehung dieser Route ist heutzutage verboten!

Die Beschreibung ist nur noch im Netz, um

- vor diesem Weg, der in vielen kommerziellen Karten noch eingezeichnet wird,

   zu warnen.

- als historische Beschreibung

- als Beschreibung für Personen mit Spezialbewilligungen.

 

 

Anreise

Der Ausgangspunkt Ponte Casletto liegt an einer asphaltierten Strasse, die von Intra-Verbania über Saltino und Rovegro nach Cicogna hinauf führt. Das Parkieren und Wenden ist an vielen Stellen der Strasse möglich. Mit öffentlichem Verkehrsmittel reist man am besten via Lötschberg-Simplon über Domodossola an den Bahnhof Verbania. Von dort lohnt es sich ein Taxi bis Ponte Casletto zu nehmen (22 min, ca. 40 Euro); oder man fährt mit dem Bus ins Zentrum von Intra und steigt auf den seltenen Kleinbus nach Rovegro um (3-5 Fahrten pro Tag, www.vcoinbus.it).

 

Kanalweg

 

An der hohen Steinbrücke Ponte Casletto {Punkt 1} (siehe Karte am Ende dieser Datei) fliesst eine mächtige Wasserleitung aus dem Val Grande. Es lohnt sich, auf dem Weg dieser Leitung entlang den ersten Kilometer des Tals zurückzulegen, auch wenn ein Schild das Tragen eines Helms fordert und später der Durchgang offiziell als verboten gilt. Auf den ersten 400 m findet man sogar vier kurze und enge Tunnels {Punkt 2} vor, durch welche Wasserleitung und Weg führen (ca. 5 cm tiefes Wasser auf dem Weg). Bei der kleinen Staumauer {Punkt 3} setzt sich der Weg etwa 20-40 m über dem Fluss fort.

Der Weg ist gut sichtbar und mit sporadischen roten Farbpunkten markiert. Bei den häufigen Couloirs, die den waldigen Hang einschneiden, sind oder waren meistens einfache Trassen vorhanden, mancherorts ist mit Stein-mäuerchen oder Holzstangen nachgeholfen oder mit Seilen gesichert worden. Einen halben Kilometer nach der Staumauer ist über ein tief eingeschnittenes Couloir über eine sehr instabile improvisierte Holzbrücke {Punkt 4} zu überqueren. Bei der grossen Rechtskurve steigt der Weg über einen nackten Felsen vier Meter hinab, wofür Seile zur Sicherung zur Verfügung stehen. Danach folgt ein Aufstieg (ca. 30 m). Kurz nach der Einmündung auf den Weg zwischen der Alpe Bettina und dem Ponte di Velina (also ca. 20 m über der Ponte di Velina)

{Punkt 6} zweigt der Weg ins Val Grande horizontal verlaufend Richtung Westen ab. Neuerdings verbietet ein Warnschild den weiteren Durchgang. Der weitere Weg ist durchwegs nicht zu unterschätzen, die Gästebucheinträge in Orfalecchio

zeigen jedoch, dass der Weg durchwegs machbar und auch keine Taburoute ist. Auf den nächsten 2 Kilometern verläuft der schwerer zu findende, aber durchgehend vorhandene Weg weiterhin auf der in Laufrichtung linken Talseite, 20-40 m über dem Fluss. Es vergehen kaum 100 m, ohne dass ein Couloir überquert werden muss. (25 Couloirs bis Orfalecchio).

Der Weg steigt zuerst etwas an, überquert drei Couloirs, geht um eine Ecke und überwindet dann weitere 10 Couloirs bei fast horizontalem Verlauf.

Luftbild Ponte Casletto - Ponte Velina: zum vergrössern klicken!

 

 

Luftbild Ponte Velina - Orfalecchio: zum vergrössern klicken!

Besonders schwierig zu überqueren sind die Couloirs 7 (von Ponte Velina her gezählt) (kleines Klamm mit wenig Halt in der felsigen Sohle, sicherer zu überqueren 10 m unterhalb des Weges), Couloir 9 (wenig Halt im schrägen Felsbett, vor allem wenn es nass ist, mit einem kleinen mitgenommenem Seil lässt sich die Situation etwas tiefer unten entschärfen), Couloir 13 (dort steht eine Holzbrücke, von der man nicht weiss, wie viele kg sie trägt) und Couloir 14 (Abstieg von 8 m über glitschige Felsen, gesichert mit zwei alten Seilen). Bevor die Schlucht eine felsige S-Kurve macht {Punkt 7} geht der Weg bis ans Bachbett hinunter (man findet hier auch eine kleine Ebene mit einer Mauer), bleibt aber auf der linken Talseite. Bereits nach ca. 20 m steigt der Weg vorerst 8 m über das Bachbett an. Nach kurzer horizontaler Strecke steigt er nochmals 8 m im Zickzack an (es geschieht leicht, dass man diesen Zickzack verpasst und unter einem Stamm durch in eine Sackgasse läuft). Nach der Linkskurve in der Ecke führt der Weg wieder zum Bachbett hinab. Am westlichsten Punkt vor Orfalecchio, dort wo ein Seitenbach (Couloir 24) mündet steigt der Weg auf ca. 15 m über das Bachbett an; danach (150 m vor Orfalecchio) steigt er kontinuierlich bis Orfalecchio an. Orfalecchio liegt auf einem Vorsprung etwa 70 m über dem Bach und besteht aus einem zweistöckigen Haus, welches als öffentliches Biwak gratis den Touristen zur Verfügung steht. Es ist mit einem Cheminée, einem Holzfeuer-Kochherd, Tisch und Bänken, Kerzen, Kochgeschirr, etwa 7 Bettgestellen mit Unterlagsmatten und einem Gästebuch ausgestattet. Weiter findet man in Orfalecchio eine ziemlich grosse gemauerte Plattform, zwei Gebäuderuinen und eine Wasserleitung, welche vor dem Biwak in einem Fass endet, aber nicht immer funktioniert.

 

 

Einen einfacheren und sicheren Zugang nach Orfalecchio stellt übrigens die Route über die Alpe Corte Buè dar.

 

 

Alternativ-Route Val Piana-In La Piana auf dem alten Weg

 

Dies ist ein historischer Bericht, keine Anleitung.

Die Begehung dieser Route ist heutzutage verboten!

Die Beschreibung ist nur noch im Netz, um

- vor diesem Weg, der in vielen kommerziellen Karten noch eingezeichnet wird,

   zu warnen.

- als historische Beschreibung

- als Beschreibung für Personen mit Spezialbewilligungen.

 

(Von der Begehung wird aus Sicherheitsüberlegungen dringend abgeraten.

Die Begehung dieses Abschnitts ist gemäss Nationalparkbehörde verboten)

 

Wenn man vor dem unterhalb des Val Piana auf dem alten Weg bleibt, geht es auf undeutlichen Wegspuren leicht abwärts ins Val Piana. Der Abstieg ins Bachbett führt von einem Absatz mit Baum durch eine etwa 3 m hohe senkrechte Verschneidung, die mit einem Knotenseil gesichert ist (in Gegenrichtung recht anstrengend, da der untere Teil der Verschneidung recht trittarm ist). Man überschreitet den Bach und quert über Platten (Steinmänner) horizontal in den Wald. Im Wald führt der Steig bald steil aufwärts (ca. 60-70 Höhenmeter), zum Schluss über einen kurzen nassen, moosigen Felsriegel, bis hinauf auf einen Absatz (Rastplatz mit umgelegten Baumstämmen und Feuerstelle). Vom Absatz leicht absteigend bis in eine Rinne. Nun nicht den einladenden Grashang hinauf, sondern auf Trittspuren ca. 30 m steil abwärts, bis der wieder deutlichere Steig nach rechts um eine Ecke führt. Anschließend auf sehr ausgesetzten Grasbändern horizontal bis leicht ansteigend den steilen Hang queren (bei niedriger Vegetation im Frühjahr moralisch recht anspruchsvoll, da der Grashang im Leeren endet…) bis zu einer Felskanzel oberhalb von Punkt 13 (eindrucksvoller Tiefblick in den Kessel von Arca). Von der Kanzel kurz nach links absteigen bis zu einer glatten Felsplatte und über sie hinab in eine oft feuchte Rinne. Am unteren Ende der Rinne kurz nach links (etwas ausgesetzt) und auf den bewaldeten Schuttkegel, über den der Steig in Serpentinen hinabführt zum Flussufer.

 

Weiterweg von Arca: Von der Plattform leicht ansteigend einen bewaldeten Geröllhang queren bis zu einer Gratrippe. Über sie steil hinauf bis zu einem Absatz, von wo aus man links auf einer Kuppe einen Steinmann erkennt. Zwar leitet die Markierung um ein abdrängendes Felseck, doch ist es besser, noch ca. weitere 20 m über die gutgriffigen, festen Felsen der Gratrippe zu klettern (I-II) bis zu einem nächsten Absatz (Steinmann) und von dort kurz zur Fortsetzung des Steigs abzusteigen. Nun durch ein trocknes Bachbett mit grauen Felsblöcken und anschließend die gegenüberliegende Flanke dieses Seitentals (La Valetta) horizontal über grasige Felsplatten queren bis in eine laubgefüllte Rinne. Durch sie steil hinauf auf einen Absatz (Steinmann). Jenseits davon absteigen und bald nach rechts über ein Felsband hinab in eine wasserführende Rinne. Weiter den Hang queren in die nächste Rinne, über eine Felsstufe aus ihr heraus und in ständigem Auf und Ab 0,5 km die bewaldete Flanke entlang bis in den Bachlauf vor Pt. 903. Nach dem Bachlauf über eine grasige Steilrampe in zwei Absätzen anstrengend hinauf. Man befindet sich nun oberhalb von Punkt E. Vom oberen Ende der Steilrampe horizontal über ausgesetzte Grasbänder durch die senkrechten Wände, dann über genügsameres Waldgelände am Fuß von einigen Felsabsätzen weiter taleinwärts bis zu einem weiteren Bachlauf {oberhalb Punkte G} Dieses Couloir, das eine sehr steile bis senkrechte, glatte Felsrinne in den Hauptbach hinab darstellt, darf man auf keinen Fall versuchen auf Höhe des ehemaligen Weges zu überqueren. Man soll ca. 50 aufsteigen und dort eine sicherere Überquerung versuchen {Punkt 16} und wieder zur Wegspur absteigen. Der Wegspur ist dann Richtung Nordwesten zu folgen, sie führt ungefähr horizontal durch einen steilen aber bewaldeten Felshang {Punkt 17} und ist bei einer Felspassage {Punkt 18} zweimal mit einem Seil (keine Sicherheitsgarantie) gesichert. Zur Überquerung des zweitletzten Couloirs der Schlucht {Punkt 19} steigt die Wegspur 10 m ab und nach der Überquerung des Seitenbachs sind 3 Meter nackter Fels zu einer Markierungs-Steinpyramide hinaufzuklettern. Des weitern ist der Weg wieder ziemlich gut ersichtlich. Im Bereich von 10 m steigt er häufig ab und auf, bis er nach 600 m definitiv 50 m zum Bach hinabsteigt. Am Ort der Bachüberquerung sind Reste von Stahlseilen zu erkennen. Auf der anderen (westlichen) Seite empfiehlt es sich gleich wieder 10 m aufzusteigen und auf einer Terrasse dem Weg Richtung Norden zu folgen. Beim nächsten Seitental (von links) weisen diverse Tafeln auf die Gefährlichkeit des Schluchtweges hin, folgt man diesem flachen Seitental, gelangt man auf die Wiese von In La Piana.

 

Achtung: Diese Route enthält einige sehr gefährliche Stellen! Die Begehung dieses alten Weges ist von der Nationalpark-Behörde verboten worden. Es wird dringend empfohlen, diese Alternativ-Route nicht mehr zu begehen.